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Donnerstag, 19 Juli 2018 08:59

"Tag der Kippa" in Bonn - auch die Kurdische Gemeinschaft trägt wieder Kippa als Zeichen gegen Antisemitismus

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Die Kurdische Gemeinschaft Rhein-Sieg/ Bonn e.V. verurteilt, den antisemitisch motivierten Angriff auf den jüdischen Wissenschaftler Yitzhak Melamed, der sich letzte Woche in Bonn ereignete, auf das schärfste.

Der Gast-Professor für Philosophie sollte am Abend in der Universität einen Vortrag halten. Zuvor wurde er jedoch im Bonner Hofgarten von einem Angreifer, mit palästinensischem Hintergrund, auf Grund des Tragens seiner Kippa attackiert.

Zunehmend besorgt ist Musa Ataman, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinschaft, über den steigenden Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

Die kürzlich erfolgten Ereignisse in Berlin als auch in Bonn zeigen, dass Antisemitismus und Rassismus in unserer Gesellschaft wieder sichtbarer werden. Die Statistik der Straftaten belegt die steigende Tendenz der antisemitisch begründeten Gewalttaten. Daher fordert die Kurdische Gemeinschaft alle Teile der Zivilgesellschaft und Politik auf, gegen alle Formen und Facetten der Diskriminierung ein Zeichen zu setzen und dem entschieden entgegen zu wirken. Dies erfordert auch den kritischen Umgang mit Antisemitismus und Rassismus innerhalb der Migrationsgesellschaft.

Zudem fordert die Kurdische Gemeinschaft, dass die Schule, als zentraler Bildungsort, nicht nur die Pflege der Gedenkkultur in den Fokus nimmt, sondern vermehrt auch eine Sensibilisierung und Aufklärung durch Aufarbeitung von gegenwartsbezogenen politischen und gesellschaftlichen Diskursen, fest im Lehrplan verankert.

Wir bekunden hiermit unsere Solidarität mit allen Betroffenen antisemitischer und rassistischer Übergriffe und unterstützen den Aufruf des Bonner Oberbürgermeisters und Initiativen für die morgige Solidaritätskundgebung unter dem Motto „Tag der Kippa“.

Betroffene antisemitischer und rassistischer Übergriffe können sich zur weiteren Unterstützung gerne an unsere Einrichtung wenden.

 

Gelesen 561 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 19 Juli 2018 11:14
Jinda Ataman

Soziale Beratung für Flüchtlinge